Durchsuche RAPLOADS:

Posts mit dem Label [Live-Reports] werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label [Live-Reports] werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 3. Juli 2011

[Live-Report] Back 2 Flavour Jam 2011



Die Back 2 Flavour Jam hat ihrem Namen alle Ehre gemacht. Es war (und das ist nicht übertrieben) wohl eine der besten HipHop Veranstaltungen des letzten Jahrzehntes.

Wer auf den Flyer blickt, sieht, es waren viele Acts am Start, die das Zeug zum Jam-Abreißer haben. Und glaubt mir, das hatten sie.

Um 10 Uhr ging es los. Eine wundervolle Gegend, eine wunderbare Location für eine HipHop-Jam.





Es wurden neue Connections klargemacht, viel geredet. Ein klares HipHop-Familientreffen. Was aber auch daran lag, dass wirklich alles unglaublich friedlich verlief und jeder verstanden hat worum es ging. Peace, Love, Unity and having fun beschreiben den ganzen Tag/Abend hervorragend.

Es wurde viel getrunken, eine Back 2 Bratwurst gab es auch, die BBoy Battles überzeugten, vorallem da auch junge, talentierte BBoys die Scheiße dampfen liesen.



Das Graffiti-Battle gewann "Pone" und auch den Rest konnte man ohne Augenkrebs zu bekommen in Ruhe anschauen.



Gegen 20.30 Uhr wurde dann das Festivalgelände langsam leerer, da es in die 50m entfernte Halle ging, die das Zeug hatte, um die knapp geschätzten 800 Menschen zu beherbergen.

Die Acts legten los und wussten was sie taten.



Der "Mainact" war ganz klar Aphroe, zusammen mit den Stieber Twins. Die Jungs haben die Bühne verbrannt. Anders kann man das garnicht sagen. Ihr könnt das sicher nachvollziehen.

Ein unglaublich gelungener Abend! Der dickste Respekt an die Veranstalter. Das ruft nach einer Wiederholung.

Montag, 13. Juni 2011

[Live-Report] Oldschool Nacht im Rubber Duck / Schorndorf



Das Rubber Duck ist, naja, nicht wirklich groß. Es bietet wenig Platz, einen Raucherraum für ca. 20 Leute und wenige Sitzmöglichkeiten, die während des Abends immer wieder zu Problemen führten.

Der Raucherraum an diesem Abend war knapp doppelt so voll, wie er eigentlich sein sollte, non stop. Kein offenes Fenster und passiv Rauchen war da schon untertrieben. Das war ne Dosis!

Der gesamte Raum war vollgestopft bis oben hin, man konnte kaum noch gehen, geschweige denn tanzen. Sich nicht anzurempeln war schon sehr unmöglich.

Nun gut, die Hauptakteure am gestrigen Abend waren DJ Specta und DJ Busted, die für die musikalische Untermalung verantwortlich waren. Und bis auf ein paar Ausnahmen, wie z.B. Senorita von Justin Timberlake war das auch alles sehr schön Oldschool gehalten.

Oldschool ist nicht mehr Oldschool!

Natürlich, man geht mit der Zeit, man passt sich der Mode an.
Nur, damals, vor 10 Jahren (was manche schon wieder als Oldschool ansehen) - da trugen die Männer auf einer Oldschoolparty Nike Air's statt Lacoste, Baggies anstatt G-Star Hosen und Caps - kein Haargel. Heutzutage gibt es ja sogar freundliche Türsteher.

Also, man kann sagen was man will, ein HipHop Head, der zu einem HipHop Kemp fährt, hätte sich in diesem Laden, glaube ich, weniger wohl gefühlt. Wobei es dennoch ein schöner und feierlicher Abend war, auch dank den DJ's.

Montag, 6. Juni 2011

[Live-Report] Hoodstock Festival 2011



Eine Anreise aus Deutschland kostete knapp 5 Stunden Zeit, harte Nerven und ein gutes Polster gegen 30 Grad Sonnenhitze.
Der Club SAKOG in Österreich, bei Salzburg, ist wohl einer der angesagtesten Locations in der Umgebung, wobei man davon leider kaum was vernommen hat.

Was aber schließlich erst auch einmal an einer (ich sags mal direkt) Hurenaktion der Bullerei lag, die direkt am Freitag mit mehreren Kastenwagen angestürmt kamen und so ziemlich jeden Besucher durchsuchten.

Das Festival ging 3 Tage - Freitags traten Slum Village und die Jungle Brothers auf, Samstag war der Tag für die Locals, so wie für die Stuttgarter webbaw & Chinchiller.
Am Sonntag war dann der Tag der DJ's, mit unter anderem auch DJ Premier.

Wie gesagt, auch dank der Polizei war Freitags nicht so wirklich viel los. Mit knapp 90 Besuchern war das SAKOG fast halb ausgestorben, dennoch war die Party am Laufen.
Die, die auf der Bühne standen wussten natürlich auch was sie taten. Klare Sache.

Samstags war dann noch eine Graffiti-Wall aufgebaut, bei der sich 3 Writer verewigt hatten. Ab 23.30 Uhr gingen dann die MC's zum Mic und verwöhnten das Publikum mit feinster Lyric und ner Menge Party. Um 4 Uhr war dann Schluss, als noch ca 4 Menschen auf der Tanzfläche standen und zu dem Sound von Cypress Hill und co. tanzten. Auch an diesem Abend waren nur knapp 40 Menschen anwesend.

Am Sonntag dann der Mainact DJ Premier. Auch hier nur knapp 100 Leute im SAKOG.
Aber die Feier lies man sich dadurch natürlich nicht vermiesen. Wie man Premo kennt, legte er Tracks auf, die jeden eingefleischten HipHopHead zum Schmelzen brachte.

Das SAKOG ist ein wunderbarer Laden, ist immer ein Besuch wert. Die Leute dort sind ultimativ freundlich und haben immer ein Ohr für Fragen. Wie gesagt, schaut dort mal vorbei!

Sonntag, 10. April 2011

[Live-Report] Smoke and The Walker - Releaseparty




Wie fange ich an? Eine alte Kirche, umgebaut - nein, nicht umgebaut - einfach anders eingesetzt, war die Bühne für das jetzt schon legendäre Smoke & the Walker Album.
Was aber noch dringend gesagt werden sollte ist, dass es garkein Album gab.
Eine Releaseparty ohne Release. Das Album wurde also nicht rechtzeitig fertig und die Party wurde trotzdem, wie man es von den 2 Jungs kennt, alternativlos gesprengt.

Wie vorher schon bekannt war, gab es 6 (!) - ja SECHS - Voracts. Was fast schon vermuten lies, dass es ein extrem langer Abend wird - da auch 2 DJ's für die Aftershow geplant waren.

Um 20 Uhr war Einlass und um knapp kurz vor 22 Uhr ging es dann mit dem ersten Voract los.
Ich könnte jetzt jeden Einzelnen kritisieren oder nochmals beim Namen nennen - will ich aber nun nicht. Wobei mich eine Crew wirklich sehr geflasht hat. Das Problem an der Sache war dann wohl, dass mir der Name ihrer Crew flöten ging. Deshalb hab ich an der Kasse direkt mal eine LP der Crew "Anbausound" gekauft, in der Hoffnung, dass es sie waren. (Mittlerweile hat es sich rausgestellt, dass ich mich leider getäuscht habe.)



Ein etwas verwirrter Anfang, aber kann auch an mir gelegen haben.

Noch verwirrter war der Auftritt von Hannes Valentin - ebenfalls ein Voract. Auch diese Verwirrtheit lag nicht an ihm, sondern eher an mir.
Machten sich doch 5 knallharte, wie im Buch stehende, "Bushidos" auf den Weg vor die Bühne und allein der Blick verriet eine Art Stimmung a la "Alter, der ist aber nicht cool."
Nun gut, die Jungs verließen die Party dann auch wieder ziemlich schnell, was wohl auch gut so war. Weil wirklich keiner der Voracts sich nur ein wenig nach Bushido anhörte.
Und ja, kommt mir mit Vorurteilen und sonstigem Kram an, aber das war wirklich keins mehr.

Vor dem Eingang zum Partysaal gab es noch den Merchandise-Stand, welcher belegt mit feinsten CD's war.
Das Thomas Pyrin Album war dabei, die CD von Anbausound, das alte Release von Smoke and The Walker uuuuuuund. NEIN, nicht das aktuelle Album. Dafür aber eine 5 Track starke, selbstgebrannte Rohling von den Jungs Smoke and The Walker.

Also, wann und wo das Album rauskommen wird steht noch in den Sternen. Fakt ist aber, dass ich mir diese CD Gratis habe mitnehmen dürfen, so wie auch die anderen Gäste. Eine Art gelungenes Geschenk. Smoke-T hat mir noch erzählt, dass er dafür am selbigen Tag um 8 Uhr aufstand nur um die knapp 100 CDs zu brennen.



Der großartige Abend wurde dann mehr oder weniger dann vom Hauptact selbst beendet.
Smoke and the "fucking" Walker rissen die geschätzten 100 Besucher an diesem Abend nochmal richtig vom Hocker. Hymnen a la "Wir bleiben hier" ließen auch mich befreit zum Track feiern.



Ein wirklich gelungener Abend mit der Aussagekraft, dass eine Releaseparty nicht immer eine Releaseparty sein muss und dennoch eine geile Sause werden kann.
Obwohl ich skeptisch war, weil es wirklich schon sehr viele Voracts waren, bin ich mit der Organisation dieser Party sehr im Einklang. Alles war friedlich und selbst die 5-6 "Bushidos" mussten wohl einsehen, dass HipHop einen krassen Standpunkt in Stuggi-Stuttgart hat.
Und um nochmals auf die Jam zurückzukommen - Ja, es war zwar kein Release vorhanden, aber es war fantastisch.
Sobald die CD dann wirklich released wurde, bekommt ihr hier natürlich direkt Bescheid gesagt.